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Neue Falkner, neues Glück für den Tierpark

Außer montags gibt es jetzt wieder zwei mal täglich eine tolle Greifvogelschau im Tierpark Niederfischbach. Darüber freuen sich die neuen Falkner (vorn, v. r.) Marco Wahl, Robert Schmitz und seine Frau Elfie und (hinten, v. l.) Tierparksprecher Peter Merzhäuser und Vorsitzender Viktor Fieber. Foto: Peter Seel

Tierwelt

Duo aus Hürth zeigt am 1. Mai erstmals erstmals seine Vogelshow mit 21 Greifvögeln

Jetzt sind im Tierpark Niederfischbach endlich wieder die beliebten Greifvogelshows zu erleben: Nachdem es mit dem bisherigen Falkner des Parks böse Reibereien gegeben und er das Kesselbachtal samt seinen Tieren bei Nacht und Neben verlassen hatte, haben sich nun zwei neue Falkner gefunden, die sich bereits im oberen Teil des Geländes eingerichtet haben. Marco Wahl (35) und Robert Schmitz (59) mit seiner Frau Elfie haben 16 neue Greifvögel mitgebracht, darunter drei prächtige Steppenadler, zwei imposante nordamerikanische Königsraufußbussarde, einen afrikanischen Lannerfalken, einen Sakerfalken, einen Mäusebussard, zwei europäische Uhus und eine Schleiereule.

„Die neuen Parkbewohner“, schmunzelt Viktor Fieber, Vorsitzender des Tierparkvereins, „beginnen sich gerade mit den Vögeln anzufreunden, die wir schon hatten.“ Das sind vier Harris Hawks, also Wüstenbussarde, und ein Steppenadler. Da die neuen Falkner ebenfalls noch vier Harris Hawks mitgebracht haben, verfügt der Park mit acht dieser Tiere nun über die weit und breit größte Gruppe der höchst agilen Tiere.

Erstmals ist das „Naturerlebnis Greifvogel“ am Dienstag, 1. Mai, zu erleben, der ab 10 Uhr geöffnet ist, um diese Premiere zu feiern. Um 11.30 Uhr und 15 Uhr werden dann die ersten beiden Greifvogelshows zu sehen sein. Bis auf montags soll dies dann weiterhin jeden Tag um diese Zeiten so bleiben. Und das schönste: Einige der Tiere dürfen jeweils anschließend auf die Faust genommen und die Uhus sogar gestreichelt werden. „Was man kennenlernt“, sagt Falkner Schmitz dazu, „ist man am ehesten bereit zu schützen…“

Mit dem Falknerduo und den Leuten vom Tierpark war es übrigens so was wie Liebe auf den ersten Blick, berichtet Pressesprecher Peter Merzhäuser: „Wir haben uns über die Bergische Greifvogelhilfe in Rösrath kennen gelernt, und die beiden suchten seit Jahren eine neue Heimat für sich und ihre Tiere. Das war vor zehn Tagen – jetzt sind sie schon bei uns eingezogen.“ Das bestätigt Marco Wahl: „Wir waren uns sofort sympathisch, und von uns aus bleiben wir hier bis zur Rente.“ Ihre Volieren hatten die beiden bislang in Hürth bei Köln stehen, doch wegen Platzmangels wollten sie längst in Wiehl eine große Greifvogelstation aufbauen: „Die Stadt wollte uns unbedingt haben“, so Wahl, „aber dann gab es immer wieder Schwierigkeiten mit der Baugenehmigung durch die Kreisverwaltung dort.“ Und an die großen Greifvogelvolieren, die der Park seit 2015 für 70 000 Euro gebaut hatte, wird gerade eine Falknerhütte angebaut, eine Art Mix aus Wirtschaftsgebäude, Küche, Materiallager und Notunterkunft: „Falls mal ein Tier krank wird und alle drei Stunden Infusionen braucht. Alles schon da gewesen…“

Übrigens können die beiden Falkner auch von Seniorenheimen, Kindergärten, Schulen, zu Geburtstags- oder Firmenfeiern gebucht werden. Nebenher sind die beiden Männer zudem mit ihren Tieren mehrfach pro Woche am Flughafen Köln-Bonn unterwegs: Man kann sie nämlich auch zum Verscheuchen („Vergrämen“) von Tauben, Elstern, Krähen oder unliebsamen Zugvögeln anheuern.

Im Tierpark indes ist man glücklich, mit den Greifvogelshows wieder eine der Hauptattraktionen anbieten zu können. Merzhäuser: „Beide Seiten sind froh, dass wir uns gefunden haben. Jetzt hoffen wir auf eine lange Zusammenarbeit.“

Autor/Quelle: Peter SeelRZ – Kreis Altenkirchen vom Samstag, 28. April 2018, Seite 18

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