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Baustart fürs neue Waschbären- und Otternareal

Baustart fürs neue Waschbären- und Otternareal

Der Tierpark Niederfischbach bekommt eine Attraktion

Es geht los mit dem Bau des Ottern- und Waschbärengeheges im Tierpark Niederfischbach: Seit vergangener Woche sind Bagger, Lastwagen und Arbeiter im Einsatz, um die neue Hauptattraktion für den Park zu gestalten. Erdarbeiten sind im Gang: Die Teiche werden „tiefer gelegt“ und etwas vergrößert, eine Mauer gezogen und oberhalb und unterhalb des Geheges Zäune errichtet. Drinnen muss auch einiges getan werden.

Gleich vor dem heutigen kleinen Waschbärenhaus wird ein Areal gestaltet, das zwischen 1500 und 2000 Quadratmeter groß wird. Konnte man bisher im Park vom Gastronomiegebäude aus geradeaus hinaufgehen bis fast ans Ende, wird diese Gerade nun durch eine Schleife des Weges unterbrochen. Schon jetzt ist zu sehen: Nach 80 Metern werden die Besucher rechts weggeführt – im Inneren der Schleife werden in ein paar Wochen zwölf Waschbären und drei Ottern gemeinsam leben, erläutert der Geschäftsführer des Tierparkvereins, Peter Merzhäuser.

Damit soll vor allem verhindert werden, was man in den vergangenen Jahren am Waschbärengehege stets beobachten konnte: Dass so ein putziger Geselle zuweilen stundenlang an seinem Gitter auf und ab marschiert – aus Langeweile und Frust über die beengten Verhältnisse. Neu kommen die Ottern hinzu: Wer die Tiere einmal gesehen hat, der weiß, dass das Zuschauen nie langweilig wird. Im neuen Gehege wird es zwei Ebenen geben: Eine höhere für die Waschbären, im Geäst der vorhandenen Bäume und auf Gerüsten, die noch gebaut werden – denn Otter klettern nicht. Diese halten sich im unteren Bereich, vornehmlich in den zwei Teichen auf. Beide Tierarten sind nicht die besten Freunde, doch dadurch, dass beide in einem Gehege leben müssen, sagt die neuste Zooforschung, ist immer was los – kein Frust, keine Langeweile. In der Mitte der Wegschleife entsteht eine hüfthohe Mauer von zehn oder 15 Metern Länge, von wo aus die Besucher dem Treiben im Areal, besonders den Wasserspielen der Otter zuschauen können. Auch eine kleine vorgeschobene Aussichtsplattform mit Bank soll es geben.

Das alte enge Waschbärenhäuschen kommt weg. Dafür entsteht auf dessen Betonbodenplatte ein Spielhaus für die Tiere. „Da nehmen wir das Blockhaus vom alten Spielplatz“, erklärt Merzhäuser, „das stellen wir auf Stelzen und setzen eine Leiter dran. Oben entsteht eine Futterplattform zum ungestörten Fressen für die Waschbären. Denn Otter können nicht klettern, kommen also da nicht hin.“ Aus dem alten Gebäude am oberen Ende wird die Begehungsschleuse für die Tierpfleger in das Areal hinein. Hier leben auch die Otter: Durch Löcher in der Mauer gelangen sie in eine Zwischenstube, in der sie erst mal „abtropfen“ können, und von dort in die Schlafkammern. Diese Kammern sind transportable Boxen, die man herausnehmen kann, wenn das Tier mal zum Tierarzt muss. Begeistert ist man beim Tierparkverein über die ehrenamtlichen Helfer, ohne die mal wieder nichts ginge: Thomas Kaiser vom gleichnamige Baufachzentrum stellt Maschinen kostenlos und Baumaterial zum Selbstkostenpreis bereit. Er ist ständig im Einsatz. Dann ist da Hans „Abba“ Zöller aus Freusburg, der unermüdlich auf dem Kleinbagger sitzt. Oder Viktor Husserl: Der Bauunternehmer hilft unentgeltlich beim Zaunbau und bringt Beton. Auch die drei Maurer sind gratis hier. Sie alle hat der „Tierpark-Virus“ infiziert – sie wollen das Areal zu einer Attraktion für den Kreis machen. Und wenn Ottern und Waschbären dann eingezogen sind, haben Merzhäuser & Co. schon die nächsten Pläne: Zur Gestaltung des oberen Parkbereichs.

Autor/Quelle: Peter Seel RZ Altenkirchen

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